Leider habe ich davon erst erfahren als alles vorbei war, aber Sarcastic Gamer ist es doch tatsächlich gelungen, sich mit einem Boykott gegen EA durchzusetzen. Aber was ist eigentlich passiert? EA wollte für sein neues Spiel Battlefield: Bad Company, das im Juni für PS3 und XBox 360 erscheinen soll, Extrawaffen einführen, die für alle außer den Käufern der "Gold"-Version nur gegen Gebühr freischaltbar sein sollten, obwohl sie sogar schon auf der Spiele-Disc vorhanden sein werden. Daraufhin hat Sarcastic Gamer am 29. März zu einem Boykott aufgerufen. Nachdem immer mehr Blogs und Websites den Boykottaufruf unterstützt hatten, hat EA nun eingelenkt. Käufer der normalen Version werden nun sämtliche Waffen freischalten können, ohne dafür noch einmal zur Kasse gebeten zu werden.Battlefield: Bad Company ist ein Shooter mit starken militärischen Elementen und interessiert mich somit schon einmal überhaupt nicht. Dennoch ist es schon bemerkenswert, dass ein Spieleblog mit einer solchen Aktion Erfolg hatte und den größten Spiele-Publisher der Welt zum Einlenken bewegen konnte.
Kritischer sehe ich da aber die Unterscheidung, die von Spielern immer getroffen wird, je nach dem ob ein Bezahl-Feature bereits auf der Spiele-Disc vorhanden ist oder nicht. Welchen Unterschied macht es in der Praxis schließlich, ob die verkauften Gegenstände bereits auf der Spiele-Disc vorhanden sind, oder der Hersteller klüger vorgeht und sie eben einfach nicht mit auf die Disc pakt, obwohl sie zum Release schon lange fertig sind? Ob nun ein paar KB für virtuelle Waffen oder andere Gegenstände übertragen werden oder diese schon vorhanden sind und nur noch ein Flag auf der Festplatte gesetzt wird ist im Endeffekt schließlich das Gleiche. Vermutlich werden wir in Zukunft noch weitere Versuche zu ähnlichen Geschäftsmodellen sehen. Natürlich beteuern die Hersteller immer wieder derartiges zu unterlassen, um der Spielbalance nicht zu Schaden. Aber letztlich ist es einfach zu verlockend innerhalb des eigenen Spiels Utensilien zu Verkaufen, deren Erstellung im Verhältnis zum Spiel so gut wie garnichts kostet. Findet ein Hersteller einen guten Kompromiss zwischen
Vielleicht bin ich da etwas altmodisch, aber wenn ich für etwas bezahle, dann möchte meist auch etwas physisches dafür bekommen, und nicht nur ein paar Bytes auf meine Festplatte herunterladen.



