
Seit letzter Woche steht nun bereits die Demoversion von Civilization Revolution im amerikanischen PlayStation Store zum Download bereit und natürlich musste ich mir schnellstmöglich einen ersten Eindruck von Sid Meiers neuem Strategiespiel verschaffen.
In der Demo kann man nur die beiden Zivilisationen Römer und Ägypter spielen, alle anderen sind sichtbar aber für den Spieler gesperrt. Außerdem wurde ist die Zahl der Runden beschränkt, so dass das Spiel schon im Jahre 1250 n. Chr. abgebrochen wird. Ansonsten stehen einem für eine Demo aber sehr viele Möglichkeiten offen und man bekommt schon mal einen sehr guten Eindruck davon, wie das Endprodukt wohl aussehen wird.
Wenig überraschend fällt beim Start des ersten Spiels die starke Ähnlichkeit der Grafik mit der von Civilization IV auf. Stilistisch gibt es dort keine großen Unterschiede, nur ist mir die Grafik des PC-Spiels als detaillierter in Erinnerung geblieben. Eher negativ überrascht war ich von der Intromusik, die im Vergleich zur Musik des Vorgängers doch arg enttäuschend ausfällt. Aber vielleicht bessert Firaxis da bis zur Veröffentlichung der Verkaufsversion ja noch nach.
Wie zu erwarten war wurde das Spiel für die Konsolenportierung an manchen Stellen vereinfacht, so dass die Steuerung beherrschbar bleibt und auch die Spielzeit nicht ganz so episch ausfällt wie auf dem PC. Hierzu hat Firaxis unter anderem die in früheren Spielen vom Spieler frei steuerbaren Bautrupps stark modifiziert. Diese werden nun nur noch auf den Felder jeder Stadt eingesetzt, sind vom Computer verwaltet und müssen auch nicht mehr vom Spieler produziert werden. Will man seine Städte durch ein Straßennetz miteinander verbinden, so kann man nun in der Stadtansicht durch den Menüpunkt "Straße bauen" und die Auswahl der Zielstadt gegen die Zahlung von Gold eine Straße zur gewünschten Stadt bauen lassen. Die Straße wird dabei noch in derselben Runde fertiggestellt - das aus früheren Spielen bekannte rundenlange Herumdirigieren der Bautrupps bis zur Zielstadt entfällt nun.
Ebenfalls vereinfacht wurde die Bildung von Armeen. Musste die eigene Zivilisation dazu früher noch große Führungspersonen hervorbringen, so können nun ohne Vorbedingungen mehrere Einheiten zu einer Armee vereint werden.
Die ganz große Frage bei diesem Spiel war für mich natürlich die, ob die Steuerung und das Spielprinzip auch wirklich auf der Konsole funktionieren würden. Und nach dem ersten Spiel war ich in dieser Beziehung wirklich enttäuscht. Der Steuerung fehlte einfach die Direktheit der Maus und eher unerwartet kam hinzu, dass ich es trotz der Vereinfachungen, die das Spiel über sich ergehen lassen musste, für die Augen als recht Anstrengend empfand, soviel verhältnismäßig kleinen Text zu lesen und mich durch so viele Menüs zu hangeln. Bei Konsolenspielen wird man in der Regel schließlich mit deutlich weniger Text konfrontiert und auch die Entfernung zum Bildschirm ist ein gutes Stück kleiner als an der Konsole.
Obwohl ich zumindest die PS3-Version für mich schon so gut wie aufgegeben hatte, habe ich mir glücklicherweise nochmal einen Ruck gegeben und siehe da: Schon während des zweiten Spiels habe ich mich an das Konsolen-Civilization gewöhnt und vermisse die Maus kein bisschen mehr und auch von der Couch aus lässt es sich bequem spielen.
Insgesamt kann ich sagen, dass die Konsolenportierung von Civilization der Demo nach zu urteilen wohl ein voller Erfolg ist. Und obwohl ich immer noch eher zur DS-Version tendiere, überlege ich schon, ob ich mir nicht vielleicht sogar gleich beide Versionen kaufen soll.


