Diese Woche gibt es mit The Last Ninja und World Games zwei neue C64-Klassiker und zusätzlich Double Dragon für das NES.
Beschreibungen und Videos gibt es, wie bei so vielen Releases mittlerweile üblich, erst nach dem Klick.
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Donnerstag, 24. April 2008
Spielbericht: Odin Sphere
Was habe ich mich auf dieses Spiel gefreut, als ich von seiner bevorstehenden Veröffentlichung erfahren habe. Ein echtes 2D-Spiel für die PS2, und das im Jahr 2008! Darf man heute doch nur noch auf dem DS ernsthaft auf neue 2D-Spiele hoffen, und selbst auf dieser doch eher schwachbrünstigen Plattform geht der Trend leider auch immer mehr in Richtung Polygongrafik. Dabei sehen gerade auf den niedig aufgelösten DS-Bildschirmen handgezeichnete Grafiken in der Regel weit besser aus als irgendwelche grob gerenderten Polygonklötze mit kleinen und verwaschenen Texturen.
Bei aller Vorfreude auf Odin Sphere und damit auch auf das für mich wohl erste 2D-Spiel auf einer Heimkonsole seit den ehrwürdigen Tagen des SNES hätte ich trotzdem beinahe auf den Kauf verzichtet. Wie schon lange vor der europäischen Markteinführung auf amerikanischen Blogs zu lesen war, leidet Odin Sphere nämlich unter einem Einbruch der Framerate, der vor allem dann sehr häufig auftritt, wenn sich sehr viele Gegner auf dem Bildschirm befinden. Ob das nun an einer nachlässigen Code-Optimierung liegt, oder die PS2 vielleicht wirklich schon etwas zu schwach ist, um ein zeitgemäßes 2D-Spiel zu rendern, werden wir wohl nie erfahren. Jedenfalls habe ich das Spiel meinen anfänglichen Bedenken zum Trotz, und obwohl ich auf derartige Fehler in Spielen ziemlich allergisch reagiere, dann doch gekauft. Ob ich es bereut habe? Dazu gleich mehr.
Odin Sphere ist ein japanische RPG und spielt in einer nordisch angehauchten Welt namens Erion. Im Laufe des Spiels schlüpft der Spieler der Reihe nach in die Rolle von fünf verschiedenen Charakteren. Anders als in den meisten RPGs sind diese Charaktere aber auf sich allein gestellt und stehen sich oft genug auch feindlich gegenüber. Einen besonderen Reiz erhält das Spiel dadurch, dass die Story nicht kontinuierlich, sondern in Episoden erzählt wird. So spielt die Geschichte eines jeden Charakters in etwa zur selben Zeit und mit jedem neuen Charakter werden weitere Aspekte der Story enthüllt. Jeder Charakter besitzt so seine eigene Geschichte, die im Hauptmenü des Spiels als Buch dargestellt wird und jederzeit wieder gespielt werden kann.
Die Geschichte jedes Charakters ist in jeweils 6 Kapitel plus Epilog und Prolog unterteilt. Während das erste Kapitel nur die Story in Form von sehr hübsch gemachten 2D-Animationen erzählt, muss ab dem zweiten Kapitel in jeweils eine Karte mit Gegnern leergeräumt und anschließend ein Endgegner bezwungen werden. Jede Karte besteht aus miteinander über unterschiedliche Wege verbundenen Levels. Die Levels selbst sind zweidimensional und kreisförmig aufgebaut, so dass man, wenn man stur in eine Richtung läuft irgendwann wieder an seinem Ausgangspunkt ankommt. Um ein Level zu bestehen, müssen alle Gegner darin mithilfe nur eines einzigen Angriffs-Buttons in guter alter Beat'em Up-Manier besiegt werden. Erst wenn alle Gegner besiegt wurden kann es verlassen und in ein anderes Level gewechselt werden. Stirbt man dagegen, so beginnt man das Level noch einmal, bis man alle Gegner besiegt hat oder entnerft den Controller in die Ecke wirft.
Letzteres kann durchaus passieren, hat dieses Spiel doch einen Schwierigkeitsgrad, den man nicht unterschätzen sollte. Ursprünglich habe ich dieses Spiel in der Schwierigkeitsstufe Normal begonnen. Nachdem ich schon im zweiten oder dritten Kapitel unzählige Tode gestorben bin und keine Lust mehr hatte, dieselben Levels immer und immer wieder zu versuchen habe ich das Spiel dann kurzerhand in der Schwierigkeitsstufe Easy, in der ich es dann auch durchgespielt habe, noch einmal von vorne begonnen.
Hat man ein Level geschafft, so bewertet das Spiel wie gut man gekämpft hat und benotet die Leistung des Spielers. Anschließend erhält man in jedem Level eine Truhe mit oftmals nützlichen Items als Belohnung. Allerdings hängen die Anzahl un der Wert der Items von Schnelligkeit mit der man alle Gegner niedergemacht hat und dem Schaden, den man dabei einstecken musste ab. Auch bei nur mäßigem Erfolg muss man hier aber nicht verzagen, kann man doch die vorhergehenden Kapitel anschließend so oft man möchte wieder besuchen und so den Feinden in früheren Kapiteln mit besserer Ausrüstung und stärkerem Charakter ordentlich einheizen und einige gute Items abstauben.
Eine interessante Besonderheit an Odin Sphere ist die Charakterentwicklung. Anders als in den meisten RPGs üblich bekommt man hier keine Erfahrungspunkte für das Besiegen der Gegner, mit denen man dann sämtliche Aspekte der Charaktere weiterentwickeln könnte. Stattdessen gibt es zwei nur zwei Aspekte eines Charakters, die sich entwickeln lassen. Dies sind zum einen, wie sollte es auch anders sein, die Lebenspunkte und zum anderen die Stärke der Waffe des jeweiligen Charakters (jeder Charakter hat eine feste Waffe, die nicht gegen eine andere ausgetauscht werden kann). Zwar muss man in beiden Fällen ebenfalls Gegner besiegen, allerdings ist es damit noch nicht getan. Immer wenn ein Gegner besiegt wird, entschwindet seine Lebenskraft in Form kleiner Energiekugeln, sogenannter Phosonen. Diese Phosonen kann man von seiner Waffe absorbieren lassen, indem man R1 gedrückt hält. Sind noch Gegner am Leben, so ist man diesen währenddessen ziemlich ausgeliefert. Wartet man dagegen zulange, so sind viele Phosonen schon davongeflogen und somit verloren. Hat man genug Phosonen eingesammelt, so steigt der Level der Waffe an. Erreicht die Waffe einen entsprechenden Level, so kann man auch Magie einsetzen und z.B. einen Wirbelsturm auf seine Gegner ansetzen.
Die Steigerung der Lebenspunkte ist ein wenig komplizierter. Hierzu ist es notwendig vorher Samen einzusammen. Diese kann man dann vor und während eines Kampfes in die Erde einpflanzen. Sobald Phosonen freigesetzt werden, absorbieren die Samen diese und wachsen zu bei einem entsprechenden Phosonenangebot zu prächtigen Pflanzen heran und man muss ihre Früchte nur noch ernten. Früchte füllen zum einen die Lebenspunkte wieder auf, bringen aber auch Erfahrungspunkte. Sammelt man durch den Verzehr von Früchten genug Erfahrungspunkte, so steigt der LP-Level und mit ihm die maximalen Lebenspunkte. Hat man eine bestimmte Stufe erreicht, so wird das Leveln mit Früchten immer langwieriger. Dann empfiehlt es sich das Restaurant und das Cafe im Pookadorf aufzusuchen. Dort kann man sich gegen Geld und gewisse Zutaten hochwertigere Nahrungsmittel zubereiten lassen, die wesentlich mehr Erfahrungspunkte bringen. Zudem haben diese Nahrungsmittel den Vorteil, dass sie im Gegensatz zu Früchten nicht nur den Erfahrungspunkte bringen, sondern auch direkt durch den Verzehr die maximalen Lebenspunkte um eine gewisse Zahl steigern. Allerdings muss man dazu erst einmal die nötigen Zutaten zusammentragen, weshalb es oft nötig ist, frühere Kapitel noch einmal zu spielen. Glücklicherweise kann man ein Kapitel aber jederzeit mit den bis dahin eingesammelten Items verlassen, so dass man nicht ein ganzes Kapitel durchspielen muss, nur um eine einzige Zutat zu beschaffen.
Die Charakterentwicklung ist interessant umgesetzt und hebt Odin Sphere von anderen RPGs ab. Leider wirken aber gerade die Levels und die zu bereisenden Gebiete oftmals sehr eintönig. Dies kommt daher, dass man praktisch jedes Gebiet mit jedem Charakter einmal bereist. Und obwohl die Story und das Setting dabei jedesmal grundverschieden und die Gebiete an sich sehr gut gemacht sind, kann dies doch nicht über einen gewissen und mit steigender Spielzeit zunehmenden Déjà-vu-Effekt hinwegtäuschen. Als besonders störend habe ich es debei empfunden, dass manche Bosse, wie etwa die Königin der Unterwelt mit beinahe jedem Charakter einmal bezwungen werden müssen. Zwar ist dies zum Teil auch der episodenartigen Erzählweise der Story geschuldet, dennoch hätten sich die Entwickler hier durchaus etwas einfallen lassen können, um dieser oftmals aufkommenden Eintönigkeit entgegen zu wirken und etwas mehr Abwechslung ins Spiel zu bringen.
Die Charaktere wirken am Anfang übertrieben groß, mit der Zeit gewöhnt man sich aber daran. An der Präsentation des Spiels gibt es an sonsten überhaupt nichts auszusetzen. Die Grafiker von Atlus haben sich einige Mühe gegeben, um wunderschöne handgezeichnete Grafiken auf den Bildschirm zu zaubern, wie man sie schon lange nicht mehr in einem Spiel bestaunen durfte. Da bleiben keine Wünsche offen und man kann lediglich hoffen, dass irgendwann eine Fortsetzung für eine HD-Konsole erscheint.
Auf der Packung wird damit geworben, dass die Musik vom selben Komponisten stammt wie die von Final Fantasy XII. Tatsächlich ist die Musik sehr gelungen, allerdings mangelt es letztlich doch wie schon beim Gameplay etwas an Abwechslung. Zwar hatte ich die Musik auch nach über 40 Stunden Spielzeit nie wirklich satt, aber noch ein paar zusätzliche Stücke hätten dem Spiel sicher gut getan.
Obwohl ich dieses Spiel wegen der häufig vorkommenden Verlangsamungen im Spielgeschehen erst nicht kaufen wollte, hat sich meine anfängliche Skepsis letztlich als größtenteils unbegründet herausgestellt und ich bin sehr froh, dass ich dieses Spiel trotzdem gekauft habe. Tatsächlich habe ich die Slowdowns die ersten 15 bis 20 Stunden überhaupt nicht bemerkt. Erst dann habe ich mich wieder an die Berichte von diesem Problem erinnert und genauer darauf geachtet. Und sogar dann hatte ich noch Mühe sie zu bemerken, da ich das ganze ursprünglich eher für einen absichtliche, stilisierenden Effekt gehalte hatte. Mittlerweile fallen mir die Slowdowns etwas mehr auf, allerdings empfinde ich sie immer noch nicht als besonders störend.
Odin Sphere ist ein grundsolides Spiel mit ein paar kleineren Schwächen. Die sehr gelungene 2D-Grafik und die eher ungewöhnliche episodenartige Erzählweise machen Odin Sphere zu einem der letzten großen Spiele für die PS2. Gerade wer mit den beiden Genres Beat'em up und RPG etwas anfangen kann, sollte hier unbedingt zuschlagen.
Bei aller Vorfreude auf Odin Sphere und damit auch auf das für mich wohl erste 2D-Spiel auf einer Heimkonsole seit den ehrwürdigen Tagen des SNES hätte ich trotzdem beinahe auf den Kauf verzichtet. Wie schon lange vor der europäischen Markteinführung auf amerikanischen Blogs zu lesen war, leidet Odin Sphere nämlich unter einem Einbruch der Framerate, der vor allem dann sehr häufig auftritt, wenn sich sehr viele Gegner auf dem Bildschirm befinden. Ob das nun an einer nachlässigen Code-Optimierung liegt, oder die PS2 vielleicht wirklich schon etwas zu schwach ist, um ein zeitgemäßes 2D-Spiel zu rendern, werden wir wohl nie erfahren. Jedenfalls habe ich das Spiel meinen anfänglichen Bedenken zum Trotz, und obwohl ich auf derartige Fehler in Spielen ziemlich allergisch reagiere, dann doch gekauft. Ob ich es bereut habe? Dazu gleich mehr.
Setting
Odin Sphere ist ein japanische RPG und spielt in einer nordisch angehauchten Welt namens Erion. Im Laufe des Spiels schlüpft der Spieler der Reihe nach in die Rolle von fünf verschiedenen Charakteren. Anders als in den meisten RPGs sind diese Charaktere aber auf sich allein gestellt und stehen sich oft genug auch feindlich gegenüber. Einen besonderen Reiz erhält das Spiel dadurch, dass die Story nicht kontinuierlich, sondern in Episoden erzählt wird. So spielt die Geschichte eines jeden Charakters in etwa zur selben Zeit und mit jedem neuen Charakter werden weitere Aspekte der Story enthüllt. Jeder Charakter besitzt so seine eigene Geschichte, die im Hauptmenü des Spiels als Buch dargestellt wird und jederzeit wieder gespielt werden kann.
Gameplay
Die Geschichte jedes Charakters ist in jeweils 6 Kapitel plus Epilog und Prolog unterteilt. Während das erste Kapitel nur die Story in Form von sehr hübsch gemachten 2D-Animationen erzählt, muss ab dem zweiten Kapitel in jeweils eine Karte mit Gegnern leergeräumt und anschließend ein Endgegner bezwungen werden. Jede Karte besteht aus miteinander über unterschiedliche Wege verbundenen Levels. Die Levels selbst sind zweidimensional und kreisförmig aufgebaut, so dass man, wenn man stur in eine Richtung läuft irgendwann wieder an seinem Ausgangspunkt ankommt. Um ein Level zu bestehen, müssen alle Gegner darin mithilfe nur eines einzigen Angriffs-Buttons in guter alter Beat'em Up-Manier besiegt werden. Erst wenn alle Gegner besiegt wurden kann es verlassen und in ein anderes Level gewechselt werden. Stirbt man dagegen, so beginnt man das Level noch einmal, bis man alle Gegner besiegt hat oder entnerft den Controller in die Ecke wirft.
Letzteres kann durchaus passieren, hat dieses Spiel doch einen Schwierigkeitsgrad, den man nicht unterschätzen sollte. Ursprünglich habe ich dieses Spiel in der Schwierigkeitsstufe Normal begonnen. Nachdem ich schon im zweiten oder dritten Kapitel unzählige Tode gestorben bin und keine Lust mehr hatte, dieselben Levels immer und immer wieder zu versuchen habe ich das Spiel dann kurzerhand in der Schwierigkeitsstufe Easy, in der ich es dann auch durchgespielt habe, noch einmal von vorne begonnen.
Hat man ein Level geschafft, so bewertet das Spiel wie gut man gekämpft hat und benotet die Leistung des Spielers. Anschließend erhält man in jedem Level eine Truhe mit oftmals nützlichen Items als Belohnung. Allerdings hängen die Anzahl un der Wert der Items von Schnelligkeit mit der man alle Gegner niedergemacht hat und dem Schaden, den man dabei einstecken musste ab. Auch bei nur mäßigem Erfolg muss man hier aber nicht verzagen, kann man doch die vorhergehenden Kapitel anschließend so oft man möchte wieder besuchen und so den Feinden in früheren Kapiteln mit besserer Ausrüstung und stärkerem Charakter ordentlich einheizen und einige gute Items abstauben.
Eine interessante Besonderheit an Odin Sphere ist die Charakterentwicklung. Anders als in den meisten RPGs üblich bekommt man hier keine Erfahrungspunkte für das Besiegen der Gegner, mit denen man dann sämtliche Aspekte der Charaktere weiterentwickeln könnte. Stattdessen gibt es zwei nur zwei Aspekte eines Charakters, die sich entwickeln lassen. Dies sind zum einen, wie sollte es auch anders sein, die Lebenspunkte und zum anderen die Stärke der Waffe des jeweiligen Charakters (jeder Charakter hat eine feste Waffe, die nicht gegen eine andere ausgetauscht werden kann). Zwar muss man in beiden Fällen ebenfalls Gegner besiegen, allerdings ist es damit noch nicht getan. Immer wenn ein Gegner besiegt wird, entschwindet seine Lebenskraft in Form kleiner Energiekugeln, sogenannter Phosonen. Diese Phosonen kann man von seiner Waffe absorbieren lassen, indem man R1 gedrückt hält. Sind noch Gegner am Leben, so ist man diesen währenddessen ziemlich ausgeliefert. Wartet man dagegen zulange, so sind viele Phosonen schon davongeflogen und somit verloren. Hat man genug Phosonen eingesammelt, so steigt der Level der Waffe an. Erreicht die Waffe einen entsprechenden Level, so kann man auch Magie einsetzen und z.B. einen Wirbelsturm auf seine Gegner ansetzen.
Die Steigerung der Lebenspunkte ist ein wenig komplizierter. Hierzu ist es notwendig vorher Samen einzusammen. Diese kann man dann vor und während eines Kampfes in die Erde einpflanzen. Sobald Phosonen freigesetzt werden, absorbieren die Samen diese und wachsen zu bei einem entsprechenden Phosonenangebot zu prächtigen Pflanzen heran und man muss ihre Früchte nur noch ernten. Früchte füllen zum einen die Lebenspunkte wieder auf, bringen aber auch Erfahrungspunkte. Sammelt man durch den Verzehr von Früchten genug Erfahrungspunkte, so steigt der LP-Level und mit ihm die maximalen Lebenspunkte. Hat man eine bestimmte Stufe erreicht, so wird das Leveln mit Früchten immer langwieriger. Dann empfiehlt es sich das Restaurant und das Cafe im Pookadorf aufzusuchen. Dort kann man sich gegen Geld und gewisse Zutaten hochwertigere Nahrungsmittel zubereiten lassen, die wesentlich mehr Erfahrungspunkte bringen. Zudem haben diese Nahrungsmittel den Vorteil, dass sie im Gegensatz zu Früchten nicht nur den Erfahrungspunkte bringen, sondern auch direkt durch den Verzehr die maximalen Lebenspunkte um eine gewisse Zahl steigern. Allerdings muss man dazu erst einmal die nötigen Zutaten zusammentragen, weshalb es oft nötig ist, frühere Kapitel noch einmal zu spielen. Glücklicherweise kann man ein Kapitel aber jederzeit mit den bis dahin eingesammelten Items verlassen, so dass man nicht ein ganzes Kapitel durchspielen muss, nur um eine einzige Zutat zu beschaffen.
Die Charakterentwicklung ist interessant umgesetzt und hebt Odin Sphere von anderen RPGs ab. Leider wirken aber gerade die Levels und die zu bereisenden Gebiete oftmals sehr eintönig. Dies kommt daher, dass man praktisch jedes Gebiet mit jedem Charakter einmal bereist. Und obwohl die Story und das Setting dabei jedesmal grundverschieden und die Gebiete an sich sehr gut gemacht sind, kann dies doch nicht über einen gewissen und mit steigender Spielzeit zunehmenden Déjà-vu-Effekt hinwegtäuschen. Als besonders störend habe ich es debei empfunden, dass manche Bosse, wie etwa die Königin der Unterwelt mit beinahe jedem Charakter einmal bezwungen werden müssen. Zwar ist dies zum Teil auch der episodenartigen Erzählweise der Story geschuldet, dennoch hätten sich die Entwickler hier durchaus etwas einfallen lassen können, um dieser oftmals aufkommenden Eintönigkeit entgegen zu wirken und etwas mehr Abwechslung ins Spiel zu bringen.
Musik und Präsentation
Die Charaktere wirken am Anfang übertrieben groß, mit der Zeit gewöhnt man sich aber daran. An der Präsentation des Spiels gibt es an sonsten überhaupt nichts auszusetzen. Die Grafiker von Atlus haben sich einige Mühe gegeben, um wunderschöne handgezeichnete Grafiken auf den Bildschirm zu zaubern, wie man sie schon lange nicht mehr in einem Spiel bestaunen durfte. Da bleiben keine Wünsche offen und man kann lediglich hoffen, dass irgendwann eine Fortsetzung für eine HD-Konsole erscheint.
Auf der Packung wird damit geworben, dass die Musik vom selben Komponisten stammt wie die von Final Fantasy XII. Tatsächlich ist die Musik sehr gelungen, allerdings mangelt es letztlich doch wie schon beim Gameplay etwas an Abwechslung. Zwar hatte ich die Musik auch nach über 40 Stunden Spielzeit nie wirklich satt, aber noch ein paar zusätzliche Stücke hätten dem Spiel sicher gut getan.
Slowdowns
Obwohl ich dieses Spiel wegen der häufig vorkommenden Verlangsamungen im Spielgeschehen erst nicht kaufen wollte, hat sich meine anfängliche Skepsis letztlich als größtenteils unbegründet herausgestellt und ich bin sehr froh, dass ich dieses Spiel trotzdem gekauft habe. Tatsächlich habe ich die Slowdowns die ersten 15 bis 20 Stunden überhaupt nicht bemerkt. Erst dann habe ich mich wieder an die Berichte von diesem Problem erinnert und genauer darauf geachtet. Und sogar dann hatte ich noch Mühe sie zu bemerken, da ich das ganze ursprünglich eher für einen absichtliche, stilisierenden Effekt gehalte hatte. Mittlerweile fallen mir die Slowdowns etwas mehr auf, allerdings empfinde ich sie immer noch nicht als besonders störend.
Fazit
Odin Sphere ist ein grundsolides Spiel mit ein paar kleineren Schwächen. Die sehr gelungene 2D-Grafik und die eher ungewöhnliche episodenartige Erzählweise machen Odin Sphere zu einem der letzten großen Spiele für die PS2. Gerade wer mit den beiden Genres Beat'em up und RPG etwas anfangen kann, sollte hier unbedingt zuschlagen.
Freitag, 18. April 2008
Neues VC-Release vom 18. April 2008
Wer gedacht hat, Nintendo würde endlich wieder mehr Spiele für die VC veröffentlichen, wird heute eines Besseren belehrt. Diese Woche gibt es nämlich wieder einmal nur ein neues VC-Spiel. Der Neuzugang heißt Phantasy Star III und ist ein RPG für das Mega Drive.
Plattform: Mega Drive
Wii-Punkte: 800
Jahr: 1991
In diesem RPG mit rundenbasiertem Kampfsystem spielt ihr gleich drei Generationen von Charakteren. Je nach dem welche Heiratsentscheidungen ihr in den ersten beiden Generationen trefft, beinflusst ihr die Charaktere, die ihr in der nächsten Generation spielt.
Phantasy Star III - Generations of Doom
Plattform: Mega Drive
Wii-Punkte: 800
Jahr: 1991
In diesem RPG mit rundenbasiertem Kampfsystem spielt ihr gleich drei Generationen von Charakteren. Je nach dem welche Heiratsentscheidungen ihr in den ersten beiden Generationen trefft, beinflusst ihr die Charaktere, die ihr in der nächsten Generation spielt.
Donnerstag, 17. April 2008
Neuer Playstation Store kommt nicht gut an ...
... zumindest bei einer wachsenden Zahl europäischer Spieler, die sich im offiziellen Playstation-Forum über den neuen Store und andere Glanzleistungen von Sonys europäischem Ableger, wie etwa ewig verschleppten Spieleveröffentlichungen, aufregen.Und ich? Ich bin auch nicht unbedingt angetan vom neuen Store. Anfangs hatte ich ja noch befürchtet ich stelle mich einfach zu dämlich an, um die Demo-Kategorie im neuen Playstation Store zu finden. Tatsächlich hat es Sony aber irgendwie geschafft, diese Kategorie, zumindest aus dem europäischen Store, zu entfernen und die Demos stattdessen fröhlich unter alle anderen Spielekategorien gemischt. Außerdem wurde der Store auf HD getrimmt und Besitzer von SD-Geräten können nun kaum noch etwas erkennen. Die Ladezeiten der im Store verwendeten Bilder sind ebenfalls unter aller Sau, bleibt nur zu hoffen dass dies am vielleicht ja immer noch sehr großen Ansturm liegt und Sony das Problem bald in den Griff bekommt.
Was mich aber am meisten stört: Ich kann immer noch nicht per Lastschrift bezahlen. Bleibt mir also nur übrig mir eine Kreditkarte zu besorgen oder es einfach bleiben zu lassen. Da man als Konsument ja gerne einmal etwas träge ist, tendiere ich eher zu letzterer Option. Und das nicht gerade üppige Angebot des europäischen (besonders aber des deutschen
Ich für meinen Teil habe die neuen Änderungen im Store schon wieder ad Acta gelegt und hoffe bereits auf das irgendwann vielleicht einmal erscheinende nächste Update.
Sonntag, 13. April 2008
Nintendo in der Update-Falle?
Wie man im Netz lesen kann, scheint es bei dem neuen Mario Kart für die Wii bereits Probleme mit Cheatern zu geben. Anscheinend ist es manchen Spielern nur Tage nach dem Release von Mario Kart gelungen, Fehler im Spiel auszunutzen, um sich eine überragende, um nicht zu sagen mehr als zu gute, Bestzeit in der globalen Rangliste des Spiels zu sichern.Bereits desöfteren habe ich auf diesem Blog als Gegner von Spielepatches und Festplatten in Konsolen zu erkennen gegeben. Nun sieht es so aus als wenn ich meine Meinung teilweise revidieren müsste. Zwar denke ich immer noch, dass Spiele möglichst nicht patchbar sein sollten, um die Hersteller nicht zu schlampiger Programmierung und voreiliger Markteinführung ihrer Spiele zu animieren. Allerdings hatte ich dabei nicht die Onlinespiele im Blick (persönlich bevorzuge ich in der Regel auch eher Singleplayer-Spiele), bei denen eine fehlende Patchmöglichkeit schnell zum Problem werden kann. Nintendo jedenfalls dürfte bei den bisherigen technischen Möglichkeiten der Wii wohl noch größere Probleme bekommen.
Selbst wenn sich das Problem serverseitig schließen lassen sollte, wird es in Mario Kart, wie in jeder komplexen Software, vermutlich noch weitere Bugs geben und irgendeiner lässt sich sicher wieder fürs Cheaten einsetzen. Dann würde selbst ein Austauschen der DVDs nichts mehr nützen, da die "fehlerhaften" DVDs in Internet-Auktionen mit Sicherheit sehr gute Preise erzielen würden. Aber mal sehen, vielleicht hat sich Nintendo ja eine Hintertür offen gelassen, und kann über ein Firmware-Update eine Patchmöglichkeit zumindest für den Onlinepart (der Flash-Speicher der Wii will ja geschont werden) einführen. Ansonsten dürfte es mit Online-Spielen auf der Wii schwierig werden und Nintendo bliebe wohl nicht viel mehr übrig, als Spieler für das Ausnutzen dieser Bugs zu auszusperren. Aber wie beweist man, dass ein Bug absichtlich getriggert wurde? Und kann man Spieler aus Online-Spielen aussperren, weil man ein verbuggtes Spiel programmiert hat?
Samstag, 12. April 2008
PS3 per Lüftertest entstauben
Ich habe meine PS3 zwar noch nicht besonders lange und mein Lüfter läuft praktisch geräuschlos, aber vielleicht kann ja der ein oder andere mit dem in diesem Video vorgestellten Lüftertest etwas anfangen. Dabei dreht der Lüfter nämlich für ein paar Sekunden mit besonders hoher Drehzahl, wodurch einiges an Staub aus dem Gehäuse der PS3 geblasen werden dürfte. Um den Lüftertest zu starten müsst ihr die PS3, wie im Video gezeigt, einfach bei gedrückter Auswurftaste kalt starten. Allerdings soll das ganze nur mit der 40-GB-Version funktionieren.
via PS3 Fanboy
via PS3 Fanboy
Freitag, 11. April 2008
Neue VC-Releases vom 11. April 2008
War Nintendo in der letzten Zeit etwas träge, was die Veröffentlichung neuer VC-Spiele angeht, so kommen diese Woche nicht nur gleich vier neue Spiele, sondern Nintendo bringt auch gleich noch die zweite neue Plattform in Folge auf die Virtuelle Konsole. Nachdem der C64 letzte Woche erstmals auf Nintendos Download-Dienst auftauchte, feiert diese Woche auch schon das Sega Master System sein Debüt. Wie beim NES und beim C64 kosten die Spiele auch für Segas 8-Bit-Konsole 500 Wii-Punkte. Als neue Spiele gibt es diese Woche California Games und Impossible Mission für den C64, sowie Fantasy Zone und Wonder Boy für das Master System.
Damit die Zahl der Videos auf der Startseite nicht überhand nimmt, gibt es die Spielbeschreibungen und Videos diesmal erst nach dem Klick auf den vollen Eintrag ...
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Damit die Zahl der Videos auf der Startseite nicht überhand nimmt, gibt es die Spielbeschreibungen und Videos diesmal erst nach dem Klick auf den vollen Eintrag ...
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