Falls ihr die ersten Ingame-Videos zur Vorstellung von StarCraft 2 von Ende Mai verpasst habt, hier nochmal die Links:
StarCraft 2 - Vorstellung Teil 1
StarCraft 2 - Vorstellung Teil 2
Einzelspieler-Kampangne
Die Terraner-Kampagne spielt mehrere Jahre nach Broodwar (wie lange genau ist nicht bekannt) und der Spieler übernimmt die Rolle des bereits aus StarCraft 1 bekannten Jim Raynor. Dieser leitet mittlerweile eine Widerstandsorganisation, die den ebenfalls aus Teil 1 bekannten Imperator Arcturus Mengsk stürzen und sein Dominion vernichten will.
Um dieses Ziel zu erreichen, muss man Geld verdienen, indem man Missionen auf bestimmten Planeten erledigt. Mit diesem Geld kann man Technologie-Upgrades und neue Einheiten kaufen, die dann in der nächsten Mission zur Verfügung stehen.
Als Kommandeur des Rebellenflagschiffs Hyperion kann man das StarCraft-Universum scheinbar frei bereisen und so selbst entscheiden, welchen Planeten man ansteuert und welche Mission man als nächstes macht. Wie viel Freiheit der Spieler dabei tatsächlich haben wird lässt sich jetzt aber noch nicht beurteilen.
Auf dem Schiff selbst bewegt man sich ähnlich wie in einem Grafik-Adventure der frühen 90er und kann so das Raumschiff erkunden, mit Besatzungsmitgliedern sprechen und diverse Apparaturen bedienen. Insgesamt fühle ich mich bei der Interaktion mit Schiff und Besatzung sowie der Art, wie man unterschiedliche Planeten ansteuern kann etwas an Space Quest erinnert.
Bisher hat Blizzard lediglich die Terraner-Kampagne vorgestellt. Die Kampagnen von Zerg und Protoss sollen sich stark von dieser Kampagne unterscheiden. Details sind zu letzteren aber noch keine bekannt.
Teil 1
Teil 2
Multiplayer-Demo
Entgegen des Namens ist die Multiplayer-Demo nicht nur für Fans von StarCrafts Mehrspielermodus interessant. Hier wurden nämlich in erster Linie neue Gebäude und Einheiten der Terraner vorgestellt, und gezeigt, wie man die unterschiedlichen Fähigkeiten der einzelnen Einheiten sinnvoll in der Schlacht einsetzen kann.
Gebäude
Augenfälligste Neuerung bei den Gebäuden: Scheinbar dienen Raktentürme nun nur noch der reinen Flugabwehr und sind, anders als in StarCraft 1, keine Detektoren mehr. Stattdessen muss man jetzt Sensortürme bauen, um auch getarnte Einheiten entdecken zu können. Dafür kann man diese Sensortürme allerdings auch zu Radartürmen ausbauen, die Feindbewegungen selbst innerhalb des Fog of War orten können.
Während im Vorgänger noch jeder Gebäudetyp nur Erweiterungsgebäude verwenden konnte, die zu exakt diesem Gebäudetyp gehörten, können in StarCraft 2 unterschiedliche Gebäude dieselben Erweiterungsgebäude verwenden. So kann man z.B. an einer Kaserne ein TecLab bauen, und kann dort dann alle Infanterieeinheiten upgraden. Verlegt man die Kaserne nun an einen anderen Ort und koppelt eine Fabrik mit dem TecLab, so kann man im TecLab sämtliche Fahrzeuge upgraden.
Ebenso kann man auch mit dem Nuklearreaktor verfahren, einem Erweiterungsgebäude, das die Produktions-Queue eines Gebäudes verdoppelt. Benötigt man plötzlich viele Fahrzeuge und weniger Infanterie, so setzt man die Fabrik einfach an den Nuklearraktor der Kaserne und schon kann man leichter eine große Zahl von Fahrzeugen bauen, ohne vorher einen neuen Nuklearreaktor bauen zu müssen.
Wer Versorungsdepots gerne verwendet, um angreifende Einheiten zu seinen Verteidigungsanlagen auf Distanz zu halten wird sich darüber freuen, dass Versorgungsdepots nun, zumindest in der gezeigten Entwicklungsversion, bei Bedarf im Boden versenkt werden können. Dadurch kann man jeden Zugang zur Basis mit Versorgungsdepots verschließen, ohne die eigenen Einheiten in der Basis einzusperren.
Und zu guter Letzt kann das Kommandozentrum der Terraner nun zu einer Festung ausgebaut werden. Diese hat den Vorteil mit einer riesigen Plasmakanone ausgestattet zu sein, so dass sie die SCVs bei spontanen Überfällen des Gegners mit Nachdruck verteidigen kann.
Einheiten
Die Reaper wurden bereits in der ursprünglichen Vorstellung von StarCraft 2 gezeigt. Nun können sie auch noch Bomben legen, die aber erst nach einer gewissen Zeit explodieren. Gegen bewegliche Einheiten sind diese Bomben praktisch nutzlos, gegen Gebäude dagegen verheerend. Zusammen mit ihren Jump Packs, die die Reaper Höhenunterschiede problemlos überwinden lassen, macht das die Reaper zur idealen Einheit für einen überraschenden Schlag gegen die Wirtschaft und das Hauptgebäude des Gegners.
Ganz andere Dimensionen als die Reapers nimmt das riesige Fort ein. Dabei handelt es sich nicht etwa um ein Gebäude, sondern um eine schwer gepanzerte und schwer bewaffnete Einheit, die etwa so groß ist wie ein durschnittliches Gebäude und deshalb auch auf dem Schlachtfeld und nicht etwa in einer Fabrik gebaut wird. Zwar ist das Fort träge, dafür bietet es aber eine gewaltige Zerstörungskraft.
Terraner kontern ein Fort am besten mit Cobras. Das sind schnelle und mit einer Railgun bewaffnete Anti-Panzer-Einheiten, die auch während sie in Bewegung sind feuern können. Dadurch können sie ein Fort beispielsweise umkreisen und es gleichzeitig angreifen, so dass dieses kaum mehr dazu kommt, die Cobras überhaupt anzuvisieren. Auf diese Weise genügt schon eine kleine Gruppe von Cobras, um das mächtige Fort in die Knie zu zwingen.
Wie bereits früher bekannt war, sind auch die Ghosts in StarCraft 2 wieder mit von der Partie. Zusätzlich zu den bereits in der ersten Demo gezeigten Fähigkeiten können Ghosts nun auch biologische Ziele unmittelbar per Kopfschuss ausschalten und Landungspunkte festlegen, an denen kurz darauf Infanterietruppen aus der Luft angelandet werden.
Zu guter Letzt wurden auch zwei neue Lufteinheiten vorgestellt. Da wäre zum einen der Banshee, der Bodenziele besonders effektiv, Luftziele dafür überhaupt nicht angreifen kann. Und zudem gibt es noch die wesentlich interessanteren Vikings. Diese taktischen Jäger können entweder mit ihren Raketen Luftziele bekämpfen, oder man transformiert sie zu einer Bodenheit, so dass sie auch am Boden eingesetzt werden können. Besonders interessant ist, dass man sie durch gezielte Transformation dem Feuer vor Einheiten entziehen kann, die nur Boden- bzw. nur Luftziele angreifen können.


