Ich zocke am PC ja schon länger nur noch Retrospiele aber wenn diese mit viel Liebe zum Detail erstellte Map für Q3A sehe bekomme ich richtig Lust mal wieder besagtes Spiel zu installieren. Wobei das ja auch fast schon retro ist.
Update: Die Map gibt's natürlich auch zum Download.
Dienstag, 24. Juni 2008
Was sind Spiele-Reviews noch wert?
Nicht lange ist es her, da hatte ich ein recht vertrauensvolles Verhältnis zu Spiele-Reviews. Sicher lag auch früher schon das enge Verhältnis zwischen Spieleseiten und Publishern und vor allem auch die Abhängigkeit der Spieletester von den als Werbekunden auftretenden Spieleverlagen nicht gerade im Verborgenen. Trotzdem war die von den Reviews mit ihren nummerischen Wertungssystemen vorgegaukelte Objektivität verlockend genug, um über diesen eklatanten Schönheitsfehler lange Zeit wohlwollend hinweg zu sehen. Natürlich war ein Vergleich von Spielen anhand dieser wohl doch eher willkürlich ermittelten Zahlen der Art Spiel A hat 8.9 Punkte und Spiel B 9.0 Punkte also ist B > A zu keinem Zeitpunkt wirklich sinnvoll. Doch zumindest als Hilfsmittel bei der Kaufentscheidung und zur groben Einordnung der Spiele untereinander schienen sie mir lange Zeit geeignet.
Die Skandale und Ungereimtheiten, die dieses Jahr schon zu Tage getreten sind haben mich dann aber doch wachgerüttelt und gegenüber Spielereviews mittlerweile mehr als vorsichtig gemacht. Zuerst war da im Januar die "Affäre Gerstmann". Damals machten das bis heute nicht bestätigte aber Gerücht die Runde, dass der Spielekritiker Jeff Gerstann Gamespot nach 12 Jahren im November 2007 wegen seiner schlechten Bewertung des Spiels Kane & Lynch: Dead Men verlassen musste. Gerstmann hatte das Spiel mit 6 von 10 Punkten bewertet, woraufhin der Publisher EIDOS angeblich mit der Stornierung von Werbeaufträgen gedroht hat. Dies wiederum soll der Grund für das Ausscheiden Gerstmanns aus dem Unternehmen gewesen sein. In den folgenden Monaten haben noch weitere langjährige Mitarbeiter bei Gamespot ihren Hut genommen. Auch wenn das dieser Fall bis heute recht dubios bleibt, so hat Gamespot dadurchwohl nicht nur bei mir einiges an Vertrauen eingebüßt.
Und kaum war diese Sache ausgestanden, da war der Hype um GTA IV auch schon auf seinem Höhepunkt angelangt und die einschlägigen Seiten und Magazine machten mit mehr oder weniger exklusiven Testberichten und auffällig häufig vergebenen perfekten Wertungen auf sich aufmerksam. Schon damals konnte ich mir diese Traumwertungen nur schwer erklären. Noch schwerer viel mir eine Erklärung, als ich das Spiel dann selbst durchgespielt hatte. GTA IV ist ein durchaus gelungenes Spiel, aber eine perfekte Wertung hat es trotz seiner nicht ganz uninteressanten Neuerungen schon alleine wegen der vielen Kompromisse gegenüber dem Vorgänger (nur eine Stadt, RPG-Elemente entfernt usw.) definitiv nicht verdient. Entweder die verantwortlichen Spieletester haben einen anderen Geschmack und ganz andere Erwartungen als ich oder die Testversion hatte deutlich mehr zu bieten als die aus dem Laden.
Neulich hörte man auch noch, dass Konami den Testern von Metal Gear Solid 4 sogar schon Auflagen bezüglich bestimmter Punkte macht, die sie in ihren Testberichten auf keinen Fall erwähnen dürfen. Dazu gehört unter anderem die Länge der Filmsequenzen, die sich gerüchteweise auf bis zu 90 Minuten belaufen soll. Wenn einem das schon(vollkommen zurecht) peinlich ist und man befürchtet dadurch potenzielle Käufer abzuschrecken, sollte man sich vielleicht fragen, ob man sich das nicht vor dem Release des Spiels hätte überlegen können. Ich jedenfalls bin mittlerweile froh, dass ich der Versuchung nicht nachgegeben habe, als ich das Spiel Regal gesehen habe. Wenn ich einen abendfüllenden Spielfilm anschaue möchte ich das vorher wissen. Nichts dürfte nerviger sein als unter der Woche irgendwann nach 0 Uhr in eine solche Monstersequenz zu tappen ohne zu wissen, auf was man sich überhaupt einlässt.
Und als ob das nicht schon schlimm genug wäre, meint Atari auch noch sich gegen nicht objektiv geschriebene Kritiken (?!?) juristisch zur Wehr setzen zu müssen. Das regt natürlich zu Spekulationen an, was bei Spieletests vermutlich so alles im Hintergrund abläuft, wenn die Situation gerade, anders als in diesem Fall, nicht eskaliert.
Zurück aber zur eigentlich Frage des Artikels. Ob Reviews in letzter Zeit an Wert verloren haben lässt sich wohl kaum beurteilen. Vermutlich waren sie aber noch nie so unabhängig, wie man das als Spieler gerne hätte. Nur war es früher wohl nicht ganz so offensichtlich was da so alles im Hintergrund läuft und man konnte es dadurch leichter verdrängen. Es ist ja auch sehr verlockend, ein Spiel auf Basis einer einzigen, als objektiv empfundenen Meinung zu beurteilen. Auch wenn Reviews nun erst Recht sehr kritisch zu beurteilen sind, so kann man trotzdem nicht ganz auf sie verzichten. Es sei denn natürlich, es ist einem weder um die verschwendete Zeit noch um das verlorene Geld schade, wenn man mal einen Fehlkauf landet. Bleibt also als Lösung des Dilemmas nur verschiedene Reviews lesen, Fazit und Punkte möglichst ignorieren und das Spiel eher nach dem zwischen den Zeilen Gelesenen zu beurteilen.
Die Skandale und Ungereimtheiten, die dieses Jahr schon zu Tage getreten sind haben mich dann aber doch wachgerüttelt und gegenüber Spielereviews mittlerweile mehr als vorsichtig gemacht. Zuerst war da im Januar die "Affäre Gerstmann". Damals machten das bis heute nicht bestätigte aber Gerücht die Runde, dass der Spielekritiker Jeff Gerstann Gamespot nach 12 Jahren im November 2007 wegen seiner schlechten Bewertung des Spiels Kane & Lynch: Dead Men verlassen musste. Gerstmann hatte das Spiel mit 6 von 10 Punkten bewertet, woraufhin der Publisher EIDOS angeblich mit der Stornierung von Werbeaufträgen gedroht hat. Dies wiederum soll der Grund für das Ausscheiden Gerstmanns aus dem Unternehmen gewesen sein. In den folgenden Monaten haben noch weitere langjährige Mitarbeiter bei Gamespot ihren Hut genommen. Auch wenn das dieser Fall bis heute recht dubios bleibt, so hat Gamespot dadurchwohl nicht nur bei mir einiges an Vertrauen eingebüßt.
Und kaum war diese Sache ausgestanden, da war der Hype um GTA IV auch schon auf seinem Höhepunkt angelangt und die einschlägigen Seiten und Magazine machten mit mehr oder weniger exklusiven Testberichten und auffällig häufig vergebenen perfekten Wertungen auf sich aufmerksam. Schon damals konnte ich mir diese Traumwertungen nur schwer erklären. Noch schwerer viel mir eine Erklärung, als ich das Spiel dann selbst durchgespielt hatte. GTA IV ist ein durchaus gelungenes Spiel, aber eine perfekte Wertung hat es trotz seiner nicht ganz uninteressanten Neuerungen schon alleine wegen der vielen Kompromisse gegenüber dem Vorgänger (nur eine Stadt, RPG-Elemente entfernt usw.) definitiv nicht verdient. Entweder die verantwortlichen Spieletester haben einen anderen Geschmack und ganz andere Erwartungen als ich oder die Testversion hatte deutlich mehr zu bieten als die aus dem Laden.
Neulich hörte man auch noch, dass Konami den Testern von Metal Gear Solid 4 sogar schon Auflagen bezüglich bestimmter Punkte macht, die sie in ihren Testberichten auf keinen Fall erwähnen dürfen. Dazu gehört unter anderem die Länge der Filmsequenzen, die sich gerüchteweise auf bis zu 90 Minuten belaufen soll. Wenn einem das schon
Und als ob das nicht schon schlimm genug wäre, meint Atari auch noch sich gegen nicht objektiv geschriebene Kritiken (?!?) juristisch zur Wehr setzen zu müssen. Das regt natürlich zu Spekulationen an, was bei Spieletests vermutlich so alles im Hintergrund abläuft, wenn die Situation gerade, anders als in diesem Fall, nicht eskaliert.
Zurück aber zur eigentlich Frage des Artikels. Ob Reviews in letzter Zeit an Wert verloren haben lässt sich wohl kaum beurteilen. Vermutlich waren sie aber noch nie so unabhängig, wie man das als Spieler gerne hätte. Nur war es früher wohl nicht ganz so offensichtlich was da so alles im Hintergrund läuft und man konnte es dadurch leichter verdrängen. Es ist ja auch sehr verlockend, ein Spiel auf Basis einer einzigen, als objektiv empfundenen Meinung zu beurteilen. Auch wenn Reviews nun erst Recht sehr kritisch zu beurteilen sind, so kann man trotzdem nicht ganz auf sie verzichten. Es sei denn natürlich, es ist einem weder um die verschwendete Zeit noch um das verlorene Geld schade, wenn man mal einen Fehlkauf landet. Bleibt also als Lösung des Dilemmas nur verschiedene Reviews lesen, Fazit und Punkte möglichst ignorieren und das Spiel eher nach dem zwischen den Zeilen Gelesenen zu beurteilen.
Sonntag, 22. Juni 2008
Twilight Hack jetzt auch für Firmware 3.3
Nicht einmal eine Woche ist es her, dass Nintendo mit dem Firmware Update 3.3 versucht hat dem Twilight Hack einen Riegel vorzuschieben. Dennoch wurde jetzt die erste Beta-Version des Hacks veröffentlicht, die neben zahlreichen Bugfixes auch die kurz nach dem Release der neuen Firmware versprochene Kompatibilität zu Firware 3.3 herstellt.
Mittwoch, 18. Juni 2008
Firefox 3 und Opera 9.5 sind da

Der Juni 2008 ist ein toller Monat für alle Web-Benutzer. Schon letzte Woche ist Opera 9.5 erschienen und gestern hat die Mozilla-Corporation nun auch noch das dritte große Release von Firefox ins Rennen um die Gunst der Web-Gemeinde geschickt, was aufgrund der gigantischen Nachfrage nicht von Anfang an ganz glatt über die Bühne ging.
Firefox 3 habe ich erstmals in der Betaphase ausprobiert und ziemlich schnell hatte ich mich so sehr daran gewöhnt, dass ich trotz fehlender Extensions nicht mehr zum ollen Firefox 2 zurück wollte. Was der Dreier besser macht als der Zweier? Er ist um (gefühlte) Größenordnungen schneller und selbst die Betas liefen bei mir stabiler als Firefox 2. Ganz nett ist auch die neue Lesezeichenverwaltung, allerdings auch kein Feature, das ich bei anderen Browsern vermissen würde. Sehr gut gefällt mir aber noch eine kleine Änderung am Vollbildmodus. So wird die Tableiste nun endlich automatisch ausgeblendet, wenn man sich im Dokument befindet. Bewegt man die Maus an den oberen Bildschirmrand, wird sie mit samt der URL-Leiste wieder eingeblendet. Auf dieses Feature habe ich lange gewartet, arbeitet man heute doch oftmals mehr mit Web- als Desktopanwendungen, so dass es öfters nützlich ist, den gerade ohnehin nicht genutzten Desktop ganz aus zu blenden und sich vollkommen auf das Web zu konzentrieren. Bisher hat nur Opera die Tabs und die URL-Leiste ausgeblendet, allerdings hat man sie auch nur dann wieder zu Gesicht bekommen, wenn man den Vollbildmodus wieder verlassen hatte.
Davon mal abgesehen ist auch Opera ein exzellenter Browser und gerade die neue Version 9.5 ist doch tatsächlich wieder einmal schneller geworden als die Vorversion. Abgesehen vom neuen Theme, das mit seinem von Vista inspirierten Design zumindest unter Ubuntu und Windows XP absolut furchtbar aussieht, gibt es nichts zu meckern. Und selbst diese geschmackliche Verfehlung kann man sehr einfach beheben, indem man sich direkt in den Theme-Einstellungen des Browsers das Classic Theme herunterlädt. Mittlerweile benutze ich den neuen Opera sogar fast schon öfter als Firefox 3, was wohl daran liegt, dass Opera 9.5 in puncto Geschwindigkeit sogar den neuen Firefox ganz schön alt aussehen lässt. Schon länger bietet Opera das Feature Speeddial, das einem ermöglicht Links zu seinen neun Lieblingsseiten zusammen mit einer Thumbnail-Grafik der Seite auf der Startseite jedes leeren Tabs zu platzieren. Mittlerweile gibt es dieses Feature auch als Erweiterung für Firefox, aber da ich meinen Browser nur äußerst ungerne mit Erweiterungen überfrachte benutze dazu doch lieber Opera.
Vor fünf Jahren schien es noch als hätte sich Microsoft sein Browser-Monopol für alle Ewigkeit gesichert und es gäbe kein einziges Feature mehr, mit dem man den Webbrowser noch verbessern könnte. Heute herrscht dagegen ein Wettbewerb zwischen den Browser-Herstellern, als hätte es diese Zeit der Stagnation niemals gegeben und mit Safari 4.0 ist schon der erste Browser angekündigt, der einen eingebauten Byte-Compiler für JavaScript mitbringen soll, was das Performance-Rennen zwischen den Browsern nochmals auf eine ganz neuen Stufe stellen dürfte.
Dienstag, 17. Juni 2008
Wii-Update stört Twilight Hack und Free Loader
Nintendo hat heute die neue Firmware 3.3 für die Wii veröffentlich. Wollt ihr auch in Zukunft den Twilight Hack nutzen oder mithilfe des Free Loaders importierte Spiele spielen, so solltet ihr auf keinen Fall updaten.
Das Update löscht nämlich das Savegame des Twilight Hacks vom Speicher der Wii und schließt einen Bug, der bisher die Funktion des Free Loaders erst ermöglicht hat. Was den Twilight Hack angeht ist aber bereits eine neue Version in Arbeit, die auch mit Firmware 3.3 funktionieren soll. Außerdem wird ein bereits installierter Homebrew-Kanal nicht gelöscht, so dass nur diejenigen betroffen sind, die eine Neuinstallation des Channels planen. Für Benutzer des Free Loaders sieht es mit der neuen Firmware deutlich schlechter aus. Während der Twilight Hack einen Bug im Spiel Twilight Princess ausnutzt, baut der Free Loader auf einen Bug in der Firmware selbst. Da sich die Firmware, wie heute geschehen, im Gegensatz zur DVD von Twilight Princess per Software Update aktualisieren lässt ist dieser Bug nun ein für alle mal gefixt - es sei denn man lässt dieses und alle künftigen Firmware-Updates aus.
Achso! Fast hätte ich es vergessen, aber Nintendo hat auch noch Features in die neue Firmware eingebaut, die dem Benutzer und nicht nur Nintendo etwas bringen. So kann man nun den Wetter-, Nachrichten- und Fotokanal löschen. Wer häufig im Wii-Shop einkauft kann dem vielleicht etwas gutes abgewinnen, eine wirkliche Lösung des Speicherproblems steht aber immer noch aus, da auch dieses Update nicht die Erweiterung des 512 MB kleinen Wii-Speichers über eine SD-Karte oder gar USB-Sticks und -Festplatten ermöglicht. Wenn Nintendo bei der Lösung dieses Problem weiterhin einen solchen Elan an den Tag legt, ist eine Lösung wohl eher noch von der Homebrew-Szene zu erwarten. Ich bin jedenfalls schon einmal gespannt auf die ersten gehackten Firmwares mit USB-Unterstützung
Das Update löscht nämlich das Savegame des Twilight Hacks vom Speicher der Wii und schließt einen Bug, der bisher die Funktion des Free Loaders erst ermöglicht hat. Was den Twilight Hack angeht ist aber bereits eine neue Version in Arbeit, die auch mit Firmware 3.3 funktionieren soll. Außerdem wird ein bereits installierter Homebrew-Kanal nicht gelöscht, so dass nur diejenigen betroffen sind, die eine Neuinstallation des Channels planen. Für Benutzer des Free Loaders sieht es mit der neuen Firmware deutlich schlechter aus. Während der Twilight Hack einen Bug im Spiel Twilight Princess ausnutzt, baut der Free Loader auf einen Bug in der Firmware selbst. Da sich die Firmware, wie heute geschehen, im Gegensatz zur DVD von Twilight Princess per Software Update aktualisieren lässt ist dieser Bug nun ein für alle mal gefixt - es sei denn man lässt dieses und alle künftigen Firmware-Updates aus.
Achso! Fast hätte ich es vergessen, aber Nintendo hat auch noch Features in die neue Firmware eingebaut, die dem Benutzer und nicht nur Nintendo etwas bringen. So kann man nun den Wetter-, Nachrichten- und Fotokanal löschen. Wer häufig im Wii-Shop einkauft kann dem vielleicht etwas gutes abgewinnen, eine wirkliche Lösung des Speicherproblems steht aber immer noch aus, da auch dieses Update nicht die Erweiterung des 512 MB kleinen Wii-Speichers über eine SD-Karte oder gar USB-Sticks und -Festplatten ermöglicht. Wenn Nintendo bei der Lösung dieses Problem weiterhin einen solchen Elan an den Tag legt, ist eine Lösung wohl eher noch von der Homebrew-Szene zu erwarten. Ich bin jedenfalls schon einmal gespannt auf die ersten gehackten Firmwares mit USB-Unterstützung
Freitag, 13. Juni 2008
Neue VC-Releases vom 13. Juni 2008
Bescherte Nintendo uns letzte Woche kein einziges neues Spiel für die Virtuelle Konsole, so sind es diese Woche gleich fünf: Alex Kidd in Miracle World, Fatal Fury 2, Nebulus, Ninja Combat und The Last Ninja 2.
Beschreibungen und Videos gibt es nach dem Klick "Neue VC-Releases vom 13. Juni 2008" ... »
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Donnerstag, 12. Juni 2008
Civilization Revolution: Erster Eindruck

Seit letzter Woche steht nun bereits die Demoversion von Civilization Revolution im amerikanischen PlayStation Store zum Download bereit und natürlich musste ich mir schnellstmöglich einen ersten Eindruck von Sid Meiers neuem Strategiespiel verschaffen.
In der Demo kann man nur die beiden Zivilisationen Römer und Ägypter spielen, alle anderen sind sichtbar aber für den Spieler gesperrt. Außerdem wurde ist die Zahl der Runden beschränkt, so dass das Spiel schon im Jahre 1250 n. Chr. abgebrochen wird. Ansonsten stehen einem für eine Demo aber sehr viele Möglichkeiten offen und man bekommt schon mal einen sehr guten Eindruck davon, wie das Endprodukt wohl aussehen wird.
Wenig überraschend fällt beim Start des ersten Spiels die starke Ähnlichkeit der Grafik mit der von Civilization IV auf. Stilistisch gibt es dort keine großen Unterschiede, nur ist mir die Grafik des PC-Spiels als detaillierter in Erinnerung geblieben. Eher negativ überrascht war ich von der Intromusik, die im Vergleich zur Musik des Vorgängers doch arg enttäuschend ausfällt. Aber vielleicht bessert Firaxis da bis zur Veröffentlichung der Verkaufsversion ja noch nach.
Wie zu erwarten war wurde das Spiel für die Konsolenportierung an manchen Stellen vereinfacht, so dass die Steuerung beherrschbar bleibt und auch die Spielzeit nicht ganz so episch ausfällt wie auf dem PC. Hierzu hat Firaxis unter anderem die in früheren Spielen vom Spieler frei steuerbaren Bautrupps stark modifiziert. Diese werden nun nur noch auf den Felder jeder Stadt eingesetzt, sind vom Computer verwaltet und müssen auch nicht mehr vom Spieler produziert werden. Will man seine Städte durch ein Straßennetz miteinander verbinden, so kann man nun in der Stadtansicht durch den Menüpunkt "Straße bauen" und die Auswahl der Zielstadt gegen die Zahlung von Gold eine Straße zur gewünschten Stadt bauen lassen. Die Straße wird dabei noch in derselben Runde fertiggestellt - das aus früheren Spielen bekannte rundenlange Herumdirigieren der Bautrupps bis zur Zielstadt entfällt nun.
Ebenfalls vereinfacht wurde die Bildung von Armeen. Musste die eigene Zivilisation dazu früher noch große Führungspersonen hervorbringen, so können nun ohne Vorbedingungen mehrere Einheiten zu einer Armee vereint werden.
Die ganz große Frage bei diesem Spiel war für mich natürlich die, ob die Steuerung und das Spielprinzip auch wirklich auf der Konsole funktionieren würden. Und nach dem ersten Spiel war ich in dieser Beziehung wirklich enttäuscht. Der Steuerung fehlte einfach die Direktheit der Maus und eher unerwartet kam hinzu, dass ich es trotz der Vereinfachungen, die das Spiel über sich ergehen lassen musste, für die Augen als recht Anstrengend empfand, soviel verhältnismäßig kleinen Text zu lesen und mich durch so viele Menüs zu hangeln. Bei Konsolenspielen wird man in der Regel schließlich mit deutlich weniger Text konfrontiert und auch die Entfernung zum Bildschirm ist ein gutes Stück kleiner als an der Konsole.
Obwohl ich zumindest die PS3-Version für mich schon so gut wie aufgegeben hatte, habe ich mir glücklicherweise nochmal einen Ruck gegeben und siehe da: Schon während des zweiten Spiels habe ich mich an das Konsolen-Civilization gewöhnt und vermisse die Maus kein bisschen mehr und auch von der Couch aus lässt es sich bequem spielen.
Insgesamt kann ich sagen, dass die Konsolenportierung von Civilization der Demo nach zu urteilen wohl ein voller Erfolg ist. Und obwohl ich immer noch eher zur DS-Version tendiere, überlege ich schon, ob ich mir nicht vielleicht sogar gleich beide Versionen kaufen soll.
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